Leseprobe

260 Seiten

Erhältlich als Paperback (ISBN: 9 7837 5285 9607) und als e-book (ISBN: 9 7837 5284 3910)

"Eine turbulente Geschichte über das Anderssein, Freundschaft und die erste Liebe…"

Zu kaufen gibt es das Buch (ohne Versandkosten nach Österreich & Deutschland) hier: BoD – aber natürlich auch bei allen anderen Internethändlern wie amazon oder thalia – Du kannst das Buch aber auch in der Buchhandlung Deines Vertrauens bestellen.

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Tagebuch einer Optimistin

Inhalt:

Die 14-jährige Sarah ist – als Gedichte schreibende Pessimistin – eindeutig anders. Dabei möchte sie so gerne „dazugehören“! Zum Glück hat Sarah einen genialen Plan: Sie beschließt, von nun an positiv zu denken. Doch da ist der neue Mathelehrer, bei dem sie immer so ein eigenartiges Bauchkribbeln bekommt, ein peinliches YouTube-Video taucht auf und die Erzfeindin in der Schule ist gemeiner denn je. Und dann zieht auch noch eine neue Familie ins Nachbarhaus: Deren Zwillinge – die coole Marie und der nervige Patrick – stellen Sarahs Leben komplett auf den Kopf…

Trivia

Wie kam es zu „Tagebuch einer Optimistin“?

Die Idee zu „Tagebuch einer Optimistin“ hatte ich im Alter von 14 Jahren – also im Alter meiner Protagonistin, Sarah. Eines Morgens wachte ich auf und hatte eine Szene im Kopf (das Kennenlernen von Sarah und Patrick) – also sprang ich aus dem Bett und schrieb sie auf. Einige Monate später hatte ich eine Geschichte, die damals noch den klangvollen Titel „Hmmm… 14 Jahre, 14 Pickel und mindestens 14 Probleme“ trug, vollendet. Ich war damals absolut überzeugt, einen Bestseller geschrieben zu haben und schickte das Manuskript hoffnungsvoll an verschiedene Verlage. Von den meisten kam gar nichts zurück, von einigen eine Absage – aber ein Verlag schickte ein persönliches Schreiben. Ich weiß den Inhalt noch heute auswendig: „Ihr Manuskript zeigt, dass Sie schreiben können – dennoch hat es mich nicht soweit überzeugt, dass ich es verlegen möchte.“ Auch eine Absage – aber hej: es zeigt, dass ich schreiben kann! Das war motivierend genug, um weiterzumachen. Den Roman legte ich allerdings erstmal beiseite. Stattdessen schrieb ich in den folgenden zehn Jahren sechs Theaterstücke, von denen fünf auch den Weg auf die Bühne fanden.

Mitte zwanzig fand ich beim Aufräumen das Manuskript von „Hmmm…“. Ich musste feststellen, dass es wirklich nicht gut war. Aber irgendwas an der Geschichte ließ mich nicht los, und so beschloss ich, eine Neufassung zu schreiben.

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Was war bei der Neufassung anders?

Während Fassung 1 in der Ich-Form geschrieben war (allerdings nicht in Tagebuchform), versuchte ich es bei Fassung 2 aus der Sicht eines allwissenden Erzählers. Ich kam bis Seite 27. Dann landete es wieder in der Schublade. Ein paar Jahre später startete ich Fassung 3. In Tagebuchform. Und plötzlich hatte ich das Gefühl: So kann es funktionieren! Diesmal beendete ich die Überarbeitung und gab sie einigen Freundinnen zum Testlesen. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv – und nachdem ich nun fast 20 Jahre an diesem Buch gearbeitet hatte, wollte ich die Geschichte nicht wieder in der Schublade verschwinden lassen. Ich entschied  mich dazu, den Roman als Selfpublisherin zu veröffentlichen, denn mein "Baby" wollte ich nach dieser langen "Geburtsphase" auch ganz allein auf die Welt bringen.

Was sind deine Erfahrungen mit dem Selfpublishing?

Erster Schritt war die Suche nach einem Lektor – das kann ich jedem Selfpublisher nur empfehlen! Abgesehen davon, dass er mir Rechtschreib- und Grammatikfehler ausbesserte (sowas passiert einfach bei einem langen Text – und nein: man sieht die manchmal auch beim 10. Korrekturlesen selber nicht), machte er mich auch auf einige inhaltliche Fehler aufmerksam (so hatte z.B. Sarahs Bruder 2x Geburtstag und weder ich noch eine meiner Testleserinnen hatte das je bemerkt!) und gab mir Tipps, wie es dramaturgisch knackiger wird. Resultat war eine vierte große Überarbeitung, bei der einige Charaktere dazukamen, so z.B. der Schulpsychologe oder Severin; und andere Charaktere sich ziemlich veränderten (Marie wurde z.B. erst in dieser Überarbeitung zum rockigen "Bad"-Girl). Außerdem wurde die Geschichte um rund 80 Seiten gekürzt - das hat ihr durchaus gut getan!

Das Cover ließ ich von einem professionellen Grafiker erstellen. Anschließend lud ich den Text auf die Plattform - und dann hieß es warten.

Als ich von einem kurzen Wanderurlaub nachhause kam, lag mein Buch im Postkasten. Ich war so aufgeregt, dass ich das Packerl erst einmal auf den Tisch legte und meinen Rucksack ausräumte. Immer wieder fiel dabei mein Blick auf das Packerl. Aber ich hatte nicht den Mut, es aufzumachen. Was tu ich, wenn irgendwas mit dem Buchsatz oder der Schriftart schiefgegangen ist oder wenn das Buchcover gedruckt total blöd aussieht, dachte ich. Und so befüllte ich erst noch die Waschmaschine und goss die Pflanzen, die durch die Hitze der letzten Tage ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden waren.

Nach einer knappen Stunde überwand ich mich dann endlich und riss das Packerl auf. Da lag es, in einer Plastikfolie: mein Buch. Das Cover sieht gut, stellte ich erleichtert fest. Mit zittrigen Fingern riss ich das Plastik ab und blätterte durch das Buch… Auch der Buchsatz passte! Innerhalb des Bruchteils einer Sekunde wechselte mein Gefühlszustand von angespannt zu überwältigt und Freudentränen liefen über meine Wangen. Ja, das war schon ein emotionaler Moment, nach all den Jahren und der vielen Arbeit dieses Buch in Händen zu halten. Immerhin begleitete mich die Geschichte nun schon 20 Jahre! Da dürfen die Augen schon ein bisschen wässern.

Immer wieder nahm ich das Buch in die Hand und blätterte es ein wenig argwöhnisch durch. Es war ein bisschen, als würde jemand sagen: „Schau, da vorne steht ein Einhorn, du kannst es streicheln.“ Und du gehst zu dem Einhorn mit der festen Überzeugung, dass da natürlich nichts ist, wenn du die Hand ausstreckst – aber dann fühlst du das weiche Fell und denkst dir einfach nur „Woooooooow… gibts ja nicht…“ – weil es tatsächlich da ist.

Um das Ereignis entsprechend zu würdigen, schrieb ich mir selbst eine Widmung in mein Buch, damit ich nie vergesse, was es mich gelehrt hat: Dass ich alles schaffen kann, wenn ich nur dran glaube und dranbleibe. Auch wenn der Weg manchmal scheinbar endlos scheint.